Die Geschichte des Michaeliumrittes

Der Michaeliumritt hat seinen Ursprung bereits im 18. Jahrhundert. Zur damaligen Zeit wurde das ganze Umland von Binabiburg von einer schlimmen Tierseuche heimgesucht. Die bäuerliche Bevölkerung erflehte den Beistand des Hl. Michael und die Seuche kam zum Erliegen. Als Zeichen der Dankbarkeit und zu Ehren des Heiligen wurde erstmals ein Umritt an dessen Patronstag, dem 29. September 1768, durchgeführt. Zum Gedenken an dieses Ereignis und zur Erlangung des kirchlichen Segens für gesundes Vieh, wurde der Michaeliumritt mit der Zeit als Markt und großer Bauernfesttag gefeiert. Durch die Säkularisation (Einziehung kirchlichen Besitzes durch weltliche Amtsträger) 1803, sind sämtliche Prozessionen und Umritte eingestellt worden.

Anno 1862 rottete eine erneute Tierseuche fast den ganzen Viehbestand der Bauern aus. Als die Seuche vorbei war, veranstalteten die Binabiburger zum Dank an den hilfreichen Erzengel wieder einen Michaeliumritt. Bis zum Beginn des 1. Weltkrieges wurde dieser jedes Jahr am letzten Septemberwochenende abgehalten. Der erste Umritt nach dem Krieg war im Jahre 1921. Nach dem 2. Weltkrieg, in den 60er Jahren nahmen hauptsächlich Traktoren daran teil. Erst 1978 wurde wieder ein originaler Pferdeumritt, mit anschließender Segnung von Pfarrer Kaspar, organisiert. Durch den großen Zuspruch sind weitere Umritte veranstaltet worden und das Programm des Festtages wurde kontinuierlich ausgeweitet. Als traditioneller Abschluss findet bis heute noch immer ein Gottesdienst mit Pferdesegnung statt.

 

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